Ausnahmezustand in Eferding.

Das Festival der Regionen ist ein zeitgenössisches Kunst- und Kulturfestival. Seit 1993 findet es im 2-Jahres-Takt in verschiedensten Regionen in Oberösterreich statt. Im Jahre 2013 war Eferding an der Reihe!

Um dieses einzigartige Festival für immer in Erinnerung zu halten, werden wir in nächster Zeit einen kleinen FdR-Erinnerungsblog einrichten - in Gedenken an Rosi!

Rosi war ein treues Vereinsmitglied vom EFKK - doch am letzten Tag des FdR's ging sie unerwartet von uns:

Parte Rosi


Wie kam es zu dem mysteriösen Sterbefall von Rosi? War es Mord? Was hat sie kurz vor ihrem Tot gesehen und erlebt?
Wir gehen der Sache auf den Grund und berichten unzensiert von ihrem Werde- und Abgang!

Vorerst gibt es einen kleinen Abschlussbericht, der auch im FdR-Katalog gedruckt wurde:

Festival der Regionen 2013

10 Tage Ausnahmezustand in Eferding

Ein Ausnahmezustand bedeutet in der Regel, dass das betroffene Gebiet als akut bedroht erachtet wird. Ein solcher Zustand kann aber eine ganz andere Bedeutung haben, wie wir es in der Zeit von 7. bis 16. Juni erleben durften.

Jedes der rund 40 Projekte war ein- und erstmalig in Eferding. Viele BürgerInnen halfen tatkräftig beim Umgraben mit, wo andere davor Angst hatten, die Schaufel sprichwörtlich in die Hand zu nehmen, um sich am wohl buntesten Festivals der Geschichte Eferdings zu beteiligen. Viele der Einheimischen saßen lieber Tags- und Nachtsüber in den Gastgärten der Kaffee- und Wirtshäuser, um alles in sicherer Entfernung beobachten zu können. Andere hatten wiederum Angst vor Veränderungen und blieben somit fern vom Stadtkern. Doch alle Mutigen, die sich wagten, konnten sich zehn Tage lang an einem unvergesslichen, breit gefächerten Programm voller zeitgenössischer Kunst und Kultur erfreuen, wie es in Eferding noch nie zuvor zu sehen war. Alle, die das Festival erlebt hatten, vermissten es bereits am letzten Sonntag, bevor es überhaupt zu Ende war. Eferding war diese Tage wie ausgewechselt, es war für alle wie in einer fremden Stadt - manche lieben dieses Gefühl, wo sich wiederum andere nicht von gewohnter Umgebung trennen möchten.

Wenn umgegraben wird, entsteht meist nicht nur etwas neues, es werden dabei auch oft wertvolle Schätze entdeckt, wie es beim Festival der Regionen der Fall war:

Es konnten insgesamt 15 regionale Bands ihr Können mitten auf der Bühne am Stadtplatz vor zahlreichem, gut gemischten Publikum beweisen. Jeder konnte sehen und hören, dass im Eferdinger Becken nicht nur schönes Gemüse wächst, sondern auch eine vielzahl von potentiellen MusikerInnen beheimatet. Diverse Vorurteile gegenüber jungen Bands und Musikern konnten durch ihre unvergesslichen Auftritte gebrochen werden. Während des Festivals gab es weder Ausschreitungen oder ähnliche Vorfälle - auch nicht am Metal-Mittwoch, wie es so manche befürchtet haben.
Im Großen und Ganzen war jeder Einzelne der 15 Auftritte ein gelungenes Spektakel, und durch die einzigartige Location ein einmaliges Erlebnis für das Publikum und die Künstler.

Bevor aber die Bewohner - in einer Stadt wie dieser - offen für zeitgenössische Kunst sein können, muss sie ihnen gezeigt werden - und diese Mission wurde erfolgreich erfüllt!

Nach dem Festival der Regionen wird es nicht nur Zeit, eine oder mehrere Straßen in Eferding nach einer Frau zu benennen, wie die Kunstinspektion aufdeckte, sondern auch, dass etwas Vertrauen in die ansässigen Kultur-Vereine und in die Szenen gesetzt wird.

 

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